In Aleppo, der größten Stadt Syriens und einem wichtigen Zentrum für eine der größten christlichen Gemeinschaften des Landes, zeichnet sich eine schwere humanitäre Krise ab, da sich die heftigen Zusammenstöße zwischen den gegnerischen Kräften verstärken.
Christliche Familien geraten ins Kreuzfeuer, sind in ihren Häusern gefangen und können den Konfliktzonen nicht entkommen. Die Situation hat Ängste vor einer möglichen Ausrottung dieser Gemeinschaften ausgelöst, insbesondere da dschihadistische Gruppen die Kontrolle über Gebiete gewinnen. Aleppo beherbergt die höchste Anzahl von Katholiken verschiedener Ostkirchen sowie verschiedene christliche Konfessionen.
Die jüngsten Übernahmen durch Rebellen haben eine unruhige Ruhe geschaffen, mit Berichten über schwindende Nahrungsmittelvorräte, Einwohner, die sich beeilen, das Nötigste wie Brot zu bevorraten, und Verteilungsstellen, die sich schnell leeren. Wasserknappheit und geringe Treibstoffreserven verschärfen die Bedingungen, insbesondere da der Winter kältere Temperaturen mit sich bringt. Viele Christen und andere religiöse Minderheiten bleiben aus Angst in ihren Häusern und sind unsicher über ihre Zukunft unter der neuen Besatzung.
Kirchenführer haben tiefe Besorgnis geäußert. Ein syrisch-katholischer Erzbischof beklagte das Leid der Flüchtlinge, die vor der Gewalt fliehen, und warnte, dass dies „das Ende der großen Geschichte der Christen in Aleppo“ signalisieren könnte. Die Stadt ist abgeriegelt, was den Zugang von außen verhindert und die Isolation verstärkt. Es wurden internationale Schutzforderungen laut, wobei Persönlichkeiten wie der armenische Patriarch globale Interventionen zum Schutz syrischer Christen forderten.
Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán empfing kürzlich einen syrischen Patriarchen, um über die Bedrohung religiöser Minderheiten in der Region zu sprechen. Hilfsorganisationen und christliche Interessengruppen betonen die dringende Notwendigkeit humanitärer Hilfe und diplomatischer Bemühungen, um weitere Vertreibungen oder den Verlust von Menschenleben in dieser historischen christlichen Hochburg zu verhindern.














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