Frankreichs 21. jährlicher Marsch für das Leben zog am 19. Januar 2026 rund 10.000 entschlossene Teilnehmer nach Paris und verlagerte seinen Fokus von Abtreibung auf die drohende Gefahr der Sterbehilfe. Nahe dem Jahrestag der Legalisierung der Abtreibung von 1975 angesetzt, wetterte die diesjährige Kundgebung in der Nähe von Les Invalides – einem Denkmal für Frankreichs heldenhafte Vergangenheit – gegen Präsident Emmanuel Macrons Agenda für ein „Sterben in Würde“.
In seiner Neujahrsansprache gelobte Macron, die Gesetzgebung im Jahr 2026 trotz politischer Verzögerungen voranzutreiben. Die Organisatoren prangerten den Vorstoß als eine „Lizenz zum Töten“ an, die lange verboten war, aber jetzt eine Priorität der Linken darstellt. Zwei Gesetzentwürfe stehen bevor: der eine zur Stärkung der Palliativversorgung, der andere zur Ermöglichung von „Sterbehilfe“ – bereits von der Nationalversammlung verabschiedet, mit Senatsdebatte am 28. Januar und abschließender Überprüfung im Februar. Bei Verabschiedung würde dies einen der freizügigsten Sterbehilferahmen der Welt schaffen und den Schutz der Schwachen untergraben.
Sprecherin Geneviève Bourgeois, eine Geriaterin, warnte vor einer tödlichen Bewegung, die das gesellschaftliche Gewissen über Jahrzehnte hinweg getrübt hat. Marie-Lys Pellissier kritisierte die semantische Taschenspielerei, bei der der Senat „Recht auf assistiertes Sterben“ gegen „medizinische Hilfe beim Sterben“ austauschte und Mord als Barmherzigkeit maskierte. Sie brachte dies mit der radikal feministischen Rhetorik in Verbindung, die Abtreibung als routinemäßige „Versorgung“ darstellt.
Bischof Rey, ein Verfechter der traditionellen Liturgie, verlieh dem Ganzen kirchliches Gewicht. Ein ergreifendes Gedenken ehrte Charlie Kirk, der im September für seinen Einsatz für das Lebensrecht getötet wurde. Zu den bemerkenswerten Persönlichkeiten gehörten die Europaabgeordneten Margarita de la Pisa Carrión und Laurence Trochu, der christdemokratische Vorsitzende Jean-Frédéric Poisson und der legitimistische Thronprätendent Louis XX.
Die Demonstranten forderten einen soliden nationalen Plan für Palliativversorgung und eiserne Gewissensschutzrechte für medizinische Fachkräfte. Diese Kundgebung deckt den radikalen Angriff auf die Heiligkeit des Lebens von der Gebärmutter bis zum Grab auf und fordert eine kulturelle Wiederbelebung, um die Schwachen inmitten von Frankreichs ethischen Scheideweg zu schützen.














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