Erst Lesbe und Ex-Katholikin, dann Katholikin und Ex-Lesbe

Die packende Geschichte einer Frau, die Jesus fand und ihre sündige Vergangenheit hinter sich ließ.

Teresa Frei [Pseudonym] lebt jahrelang homosexuell und ist todunglücklich. Aber just als sie sich das Leben nehmen will, klingelt es an ihrer Tür – Ein Interview über Homosexualität und die Suche nach der wahren Liebe.

iFamNews: Liebe Teresa, Du hast ein Buch geschrieben, es trägt den Titel „Frauen lieben. Eine lesbische Suche nach Gott“ und darin beschreibst du deinen Lebensweg bis heute. Ganz zentral für deine Geschichte sind dein Umgang mit deiner Sexualität, deine Sehnsucht nach Liebe und daran angebunden dein andauerndes Ringen mit Gott. Du hast weite Teile deines Lebens gleichgeschlechtlich gelebt … Erzähl unseren Lesern ein wenig von dir. Wer bist du? Was macht dich aus?

Teresa Frei: Das ist gar nicht so einfach zu beantworten. Ich bin mittlerweile in der Lebensmitte angelangt und habe einen anstrengenden, steilen und steinigen Weg mit schwierigen, aber auch schönen Passagen hinter mich gebracht.

Mein Lebensweg war über 25 Jahre von mehr oder weniger intensiven lesbischen Beziehungen gezeichnet, bis ich schließlich am tiefsten Punkt meiner Regenbogenwelt anlangte, an dem ich, völlig verzweifelt, nicht mehr weiterleben konnte und wollte. Enttäuschungen, Sinnlosigkeit, Leere und Einsamkeit waren meine Wegbegleiter.

Erst meine Rückbesinnung auf Gott als Ursprung und höchste Autorität des Lebens und die damit verbundene bewusste Entscheidung, mich vom homosexuellen Lebensstil abzuwenden, führten mich auf den Weg der Umkehr und Neuorientierung.

Seit 2006 lebe ich mit kurzen Unterbrechungen in Österreich. In meiner Freizeit gehe ich gerne wandern und bin darüber hinaus eine leidenschaftliche Pilgerin.

2019 habe ich meine Autobiografie über den Weg aus der Homosexualität veröffentlicht. Seit einigen Jahren arbeite ich ehrenamtlich mit Personen, die ihre homosexuelle Neigung als konflikthaft erleben oder ganz allgemein Probleme mit ihrer Geschlechtsidentität haben. Oft melden sich auch Angehörige oder allgemein am Thema Interessierte bei mir.

iFamNews: Warum war dein Lebensabschnitt als Lesbe von so viel Einsamkeit und Leere begleitet? Was für eine Vorstellung hattest du zu dieser Zeit von authentischer Liebe und auch von Gott?

Teresa Frei: Damals dachte ich: „Gott ist die Liebe. Er liebt mich und er liebt auch meine Partnerinnen. Also kann demnach die lesbische Liebe keine Sünde sein.“ Leider übersah ich dabei völlig, dass sie das sehr wohl ist, da sie nicht der göttlichen Schöpfungsordnung entspringt und entspricht. Schlussendlich hat sich das dann ja auch in meinen Beziehungen bestätigt. Es hat einfach nicht gepasst, diese so genannte „gleichgeschlechtliche Liebe“. Immer wieder habe ich versucht, es passend zu machen, was mir aber nicht gelungen ist und logischerweise zum Scheitern verurteilt war.

Dass Gott uns seine Gebote und eine dementsprechende Ordnung gegeben hat, damit wir in Frieden, Freude und Glück miteinander leben können, ließ ich völlig außer Acht. Sonst hätte ich ja nicht mein eigener Herr sein können.

iFamNews: Dann kam der Moment, wo diese tiefe Unzufriedenheit roh an die Oberfläche brach und du beschlossen hast, dir das Leben zu nehmen. Aber genau in diesem entscheidenden Moment klingelte es an deiner Wohnungstüre …

Teresa Frei: Just an dem Morgen, an dem ich sterben wollte, besuchten mich zwei junge Frauen mit strahlenden Gesichtern und luden mich in einer „liebevoll militanten“ Weise ein, mit ihnen über den Glauben und die Kirche zu sprechen. Es waren Mitglieder der Legion Mariens, einer Laienapostolatsbewegung, die für einige Tage auf Auslandseinsatz waren und „zufällig“ in meiner damaligen Wohnpfarrei Hausbesuche machten.

iFamNews: Warum hast du das Angebot der Gruppe angenommen, woher kam diese neue Offenheit in dir?

Teresa Frei: Diese jungen Leute hatten eine irre Glaubensfreude, waren so lebendig und herzerfrischend, also genau das Gegenteil von dem, wie ich damals drauf war. Vor allem aber erinnerten sie mich an meine Zeit als Jugendliche, als ich selbst noch aktiv gewesen war in meiner Pfarrei und dabei viel Freude am Glauben gehabt hatte.

Bei dieser Begegnung brach alles in mir auf, sie war sicher der Schlüssel zu meiner Bekehrung: Durch das gemeinsame Gebet und die vielen Gespräche fasste ich neuen Mut, mich an Gott zu wenden. Ich fing wieder an, zu beten und die Heilige Messe zu besuchen. Dadurch orientierte ich mich nicht mehr an Job und Karriere oder an dem krampfhaften Wunsch nach einer lesbischen Beziehung, sondern begann meiner tiefsten Sehnsucht in mir Raum zu geben: wahrhaft zu lieben und geliebt zu werden. Nach und nach wurde mir klar, dass ich ohne Gott nicht leben konnte und lieblos war …

iFamNews:Im Zuge deiner tiefen Umkehr zu Gott hat sich auch deine Sicht auf deine gleichgeschlechtliche Orientierung verändert. Wie bist du damit umgegangen, dass du plötzlich mit dir selber und Teilen deines Freundeskreises über Kreuz lagst?

Teresa Frei: Zunächst hatte ich Angst, dass mich meine Freunde und Arbeitskollegen „umstimmen“ und mich von meinem neuen Weg abhalten könnten. Mir war jedoch völlig klar, dass Wahrheit keine Kompromisse kennt. Ich musste mich also entscheiden. Es wäre mir nicht möglich gewesen, einfach in meinem damaligen Umfeld weiterzuleben. Das hätte ich als unehrlich empfunden, Gott gegenüber, aber auch meinen Freunden und mir selbst gegenüber. Daher musste ich mich von allem und allen Knall auf Fall verabschieden.

Allerdings würde ich heute diesbezüglich einiges anders machen, mir fehlten damals aber Begleitpersonen, die mich entsprechend unterstützt und beraten hätten.

iFamNews: Der Weg zu deiner neu gelebten, keuschen Sexualität war lang und hart und auch nach deiner Umkehr hast du noch eine große Leid-, ja sogar Gewalterfahrung gemacht, die hier nicht Gegenstand werden soll, aber in deinem Buch beschrieben wird. Wie geht es dir jetzt nach deinem Weg? Welchen Blick hast du auf dich, deine Sexualität und Gott?

Teresa Frei: Nach meiner Umkehr im Jahr 2004 folgten zunächst einmal zehn Jahre eines sehr schweren Kampfes, wobei das Ringen und die Auseinandersetzung mit der göttlichen Schöpfungsordnung sowie die Integration meiner eigenen Sexualität unter dem Aspekt der Keuschheit – im Sinne einer sexuellen Abstinenz – viel Raum einnahmen.

Zu diesem Zeitpunkt war meine homosexuelle Neigung zwar noch vorhanden, ich habe sie aber nicht mehr ausgelebt. Erst im Rahmen einer therapeutischen Begleitung (2015-2017), die auf der geistseelischen Ebene aufbaut und überhaupt nichts mit einer „Konversionstherapie“ zu tun hat, habe ich die Ursachen meiner homosexuellen Neigung erkennen können: Das waren zunächst eine frühkindliche Bindungsverletzung zu meiner Mutter, des Weiteren ein Missbrauchserlebnis als Kind sowie die Ablehnung durch meinen geliebten Sandkastenfreund zu Beginn der Pubertät. Dazu kamen dann noch weitere negative Erfahrungen mit Jungen und Männern in der Adoleszenz. All das waren Faktoren, warum ich mich in der Folge dazu entschloss, eine lesbische Identität anzunehmen.

Diese bis zuletzt noch wirksame Entscheidung konnte ich dann im Laufe der oben erwähnten »Therapeutischen Begleitung zur Heilung der Seele (TBHS)« widerrufen und stattdessen die versöhnende und heilende Liebe Gottes für mich annehmen. Seit Abschluss der Therapie habe ich keine homosexuelle Neigung mehr inne.

Insgesamt führe ich seit mehr als 15 Jahren einen keuschen Lebensstil. Dabei erlebe ich mich als eine zufriedene, christgläubige, heterosexuelle Frau, die mit ihrer Vergangenheit versöhnt ist und zuversichtlich nach vorne blickt.

iFamNews: Warum hast du dich dazu entschlossen, deine Lebensgeschichte niederzuschreiben und zu veröffentlichen?

Teresa Frei: Wie ich erwähnte, fehlten mir auf meinem Weg erfahrene Begleitpersonen. Gerade zu Beginn meiner Umkehr wäre es sehr wichtig gewesen, themenspezifisch und seelsorgerlich, aber auch ganz einfach zwischenmenschlich, intensiv und ausreichend lange begleitet zu werden. Das war bei mir leider nicht der Fall. Aber mit Gottes Hilfe gelang es nach und nach, meinen homosexuellen Lebensstil zu beenden und ein Leben nach den Geboten Gottes und der Kirche zu beginnen.

Deshalb will ich durch mein Buch all diejenigen, die mit ihrer Geschlechtsidentität Probleme haben, ermutigen, genau hinzuschauen, um Ursachen und Lebenslügen zu enttarnen und ein Leben in Keuschheit, d.h. sexueller Abstinenz, anzustreben. Gottes Hilfe ist ihnen gewiss!

Das Buch ist demnach für all diejenigen geschrieben, die ähnlich wie ich damals empfinden und die gleichgeschlechtliche Neigung als konflikthaft erleben. Darüber hinaus soll es indirekt betroffenen Personen wie Angehörigen, Freunden und Arbeitskollegen zur Information, aber auch zu Trost und Ermutigung dienen. Therapeuten und Seelsorger sowie Verantwortliche in Kirche, Politik und Gesundheitswesen können sich anhand meiner Lebensgeschichte ein Bild davon machen, dass eine homosexuelle Neigung keine Veranlagung, also nicht angeboren, ist, sondern klar erkennbare Ursachen hat und der homosexuelle Lebensstil deshalb auch veränderbar ist! Und für die dennoch hartnäckig an einer solchen Änderungsmöglichkeit Zweifelnden möge es als ein lebendiger Beweis dienen.

iFamNews:Du publizierst und bewegst dich in der Öffentlichkeit nur unter deinem Pseudonym Teresa Frei. Warum schreibst du nicht unter deinem Klarnamen?

Teresa Frei: Bereits im Vorfeld der Buchveröffentlichung habe ich im Rahmen meiner ehrenamtlichen Tätigkeit von Teilen der LGBT-Community und anderen, mir nicht freundlich gesinnten Menschen, leider auf unangemessene Art Ablehnung und Verleumdung erfahren. Das war und ist schmerzhaft, denn ich stehe zu meinem Weg und würde gerne auch persönlich auftreten bzw. über Videokanäle Zeugnis von meiner Umkehr aus dem homosexuellen Lebensstil geben.

Ich scheue die Konflikte und Auseinandersetzung mit anders Denkenden keineswegs. Auch liegt es mir fern, homosexuell geneigte Menschen zu diskriminieren. Da aber die Meinungsfreiheit heute bereits so stark eingeschränkt ist, dass ein ehrlicher, öffentlicher Diskurs nicht mehr ungeschützt möglich ist, habe ich beschlossen, ein Pseudonym zu verwenden.

iFamNews: Du warst erst Lesbe und Ex-Katholikin, jetzt bist du Katholikin und Ex-Lesbe. Was möchtest du anderen Betroffenen, die auch in diesem Spannungsfeld leben, mit auf den Weg geben? Und was wünschst du dir von der allgemeinen Öffentlichkeit?

Teresa Frei: Natürlich ist es hier nicht möglich, eine umfassende Beratung zu machen. Aber gerne möchte ich den Betroffenen ans Herz legen, ehrlich zu sich selbst zu sein, einmal genauer auf die Ursachen ihrer homosexuellen Neigung zu schauen und diese ernst zu nehmen, denn es gibt Gründe für Konflikte mit der eigenen Geschlechtsidentität. Oftmals ist es hilfreich, das gemeinsam mit erfahrenen Begleitpersonen zu machen.

Des Weiteren ist es lohnend, die eigenen Lebenslügen zu enttarnen. Das betrifft vor allem all das, was wir zwar als „gut und richtig“ definieren, was aber bei genauerem Hinsehen nicht mit Gottes Heilsplan vereinbar und auch nicht verhandelbar ist. Die Stimme des Gewissens ist immer eine gute Richtschnur, solange das Gewissen nicht verformt ist. Für einen gläubigen Christen bedeutet das ein immerwährendes Hören auf die Stimme Gottes und ein demgemäßes Leben.

Von der allgemeinen Öffentlichkeit wünsche ich mir vor allem, dass sie nicht unreflektiert mit den Aussagen der Gender-Ideologie umgeht und bereit ist, die Möglichkeit einer Veränderung einer gleichgeschlechtlichen Neigung als Faktum anzuerkennen, und zwar unabhängig davon, ob das jemand als erstrebenswert erachtet oder nicht.

iFamNews: Liebe Teresa, herzlichen Dank für das Interview und dass du unsere Leser an deinem bewegten Leben teilhaben lässt. Wer mehr über deine Geschichte erfahren möchte, sei natürlich an dein Buch verwiesen. Wie kann man dich kontaktieren und wie deine Arbeit unterstützen?

Kontaktieren kann man mich über meinen Verlag myMorawa. Selbstverständlich freue ich mich über jede Form der Unterstützung! Neben dem Gebet ist auch eine finanzielle Zuwendung sehr hilfreich für meine ehrenamtliche Beratungs- und Begleitarbeit. Ich sage schon jetzt ein herzliches Vergelt´s Gott!

Spendenkonto Teresa Frei:
Kontoinhaberin (bitte exakt so angeben): Teresa Frei (Pseudonym)
IBAN: AT20 2011 1284 5278 0205
BIC/SWIFT: GIBAATWWXXX
Bank: Erste Bank Österreich

Teresa Frei: Frauen lieben – Eine lesbische Suche nach Gott
Verlag: myMorawa von Morawa Lesezirkel, 264 Seiten
Paperback: ISBN 978-3-99093-302-2

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