Abgründe tun sich auf: Kinderpornographie im Internet

Neuer erschütternder Bericht von Meter. Von Lobbys zu sprechen, ist schlicht und ergreifend eine Untertreibung.

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In unserer Zeit sind Kinder immer mehr im Internet unterwegs und manchmal tappen sie in eine Falle. Es genügt, in einem Chat bei einem scheinbar harmlosen Online-Spiel mitzumachen, um geködert zu werden. Auf der anderen Seite des Tablets finden wir nicht nur Lehrkräfte, die online unterrichten, sondern dort lauern auch Pädophile, ein Netz im Netz auf globaler Skala. Sie zu überwachen, anzuzeigen und sie vor allem zur Strecke zu bringen, ist keine leichte Aufgabe für die nationalen Polizeikräfte. Eine globale Zusammenarbeit und ein sofortiges Eingreifen sind erforderlich, um die temporären Seiten zu sperren, auf denen in wenigen Minuten ein Austausch von Zehntausenden von Videos, die sexuelle Gewalt gegen Minderjährige zeigen, stattfindet.

Bei der Jagd steht den offiziellen Behörden die Internationale Überwachungsstelle gegen Pädophilie Osmocop zur Seite, die von der Vereinigung Meter von Don Fortunato aus Noto gegründet wurde, und die jüngst ihren Jahresbericht 2020 zur modernen Form von Sklaverei und Handel mit Minderjährigen veröffentlicht hat.

Auch unter technologischen Aspekten ist es eine Herausforderung. Die Cyber-Pädophilen werden unter Einsatz der neuesten Methoden, wie zum Beispiel einer hochentwickelten Plattform identifiziert, die 2014 zur Durchsuchung des Internets und zur Erfassung von Hinweisen zum sexuellen Missbrauch von Kindern geschaffen wurde. Auf diese Weise können in kurzer Zeit große Mengen an Informationen gesammelt werden, welche dann in Form einer detaillierten und dokumentierten Strafanzeige an die zuständigen Behörden weitergeleitet werden. Neben einem Heer von IT-Spezialisten beteiligen sich auch Psychologen und Psychotherapeuten am Kampf gegen den Kindesmissbrauch. Sie helfen dabei, Muster zu erkennen und die psychische und emotive Entwicklung der Internetnutzer zu erfassen.

Die Maßnahmen konzentrieren sich vor allem auf Amerika und Europa. Es ist ein Leichtes, die Profile der politischen Gegnern zu zensieren, gegen „Hassrede“ zu wettern oder x-beliebige Menschen der Homophobie zu bezichtigen. Nur vergisst man allzu schnell, dass im Westen die Unternehmen, die die Server betreiben, das Problem sind; schließlich ermöglichen sie den Betrieb vieler Websites oder Plattformen, auf denen kinderpornografisches Material verbreitet wird. Gegen diese Unternehmen vorzugehen, bedeutet gleichzeitig die zugrundeliegenden Wirtschaftsmechanismen anzugreifen: Die reichsten Erdteile entpuppen sich als die „Herren des Netzes“, als Dienstleistungsanbieter für perverse Nutzer.

Ganz zu schweigen davon, dass das Übel immer häufiger im häuslichen Umfeld entsteht. Jüngste Beobachtungen haben ein Phänomen aufgedeckt, wonach es auch Mütter gibt, die ihre Kinder missbrauchen: In der Tat wurden 2.652 Videos und Fotos gemeldet, die sich in Ordnern mit den Bezeichnungen „pedomam“, „familypedo“ und „mamporn“ befanden. Sicherlich ist die Ursache in der Verdorbenheit von Einzelpersonen zu suchen. Aber auch im mangelnden Widerstand gegen die kulturelle Offensive, die darauf abzielt, die abscheulichsten Handlungen als unbedenklich zu verkaufen und sie salonfähig zu machen.

Es existiert ein politisches Programm, das voranschreitet und u.a. vorschlägt, einen „internationalen Pro-Pädophilie-Tag“ einzuführen und Spendengelder zu sammeln. Hinzu kommen militante Aktionen derer, die Ratschläge geben, wie man Kinder ködert; dabei verweisen sie auf Websites, auf denen man Fotos und Videos mit kinderpornografischem Inhalt finden kann.

In unzähligen Gruppen und „Räumen“ wird von sexuellen Kontakten mit Minderjährigen berichtet; man kann auch Tests absolvieren, um die eigene sexuelle Anziehung zu Kindern zu „messen“.

Von Lobbys zu sprechen, ist schlicht und ergreifend eine Untertreibung. Es handelt sich um Organisationen mit eigenem Logo. Bisher sind es mindestens fünf verschiedene Symbole, mit denen sich die BoyLovers, die Little Boy Lovers, die GirlLovers, die ChildLovers und die Child Love Online Media Activists identifizieren.

Angesichts dieser Transformation der menschlichen Seele scheint sogar die Frage: „Aber schämen die sich nicht?“ ihren Sinn zu verlieren. Wir brauchen dringend andere Instrumente, andere Strategien, andere Ziele, nicht nur Therapeuten. Verabscheuung und Verurteilung, wenn auch durch Gefängnisstrafe, sind nicht genug. Einige befürworten die chemische Kastration der Täter. Wie auch immer man dazu steht, es handelt sich um eine nachträgliche Lösung, die durchgeführt wird, wenn der Schaden bereits entstanden ist. Umso dringender ist es, Eltern zu warnen, Alarm zu schlagen, sie zu beraten. Prävention wäre das bestmögliche Mittel, anhand einer Gegenbewegung, die anfängt, über die schädlichen Auswirkungen, die die sexuelle Revolution auf die ganze Gesellschaft hat, nachzudenken.

Außerdem muss man an die Opfer denken, ihre zerstörten Persönlichkeiten wieder neu aufbauen, damit sie nicht für immer unter den schlimmen Erlebnissen leiden und nicht ihrerseits zu Unholden werden.

Das Herzstück von Meter ist seine Anlaufstelle; dort empfängt man die Opfer, hört ihnen zu, begleitet sie und kümmert sich um sie, gibt ihnen Orientierung. Womöglich rettet man auch die Pädophilen selbst, auch sie haben Barmherzigkeit nötig.

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