Der französische Präsident Emmanuel Macron hat Pläne für eine „Hohe Kommission für Vielfalt“ vorgestellt, ein weiterer Angriff auf die nationale Identität und Kultur. Diese neue Einrichtung, die inmitten der zunehmenden Einwanderungsdebatten angekündigt wurde, zielt darauf ab, „Vielfalt“ im öffentlichen Sektor Frankreichs, einschließlich des öffentlichen Dienstes und der Medien, unter dem Deckmantel der Förderung von Inklusivität zu verankern.
In einem kürzlichen Interview mit Le Figaro umriss Macron die Rolle der Kommission bei der Durchsetzung von Diversitätsquoten in allen Institutionen. Die Initiative, die von Pap Ndiaye geleitet wird – einem umstrittenen Historiker, der dafür bekannt ist, „Antirassismus“ und die kritische Rassentheorie zu propagieren – spiegelt Macrons progressive Agenda wider. Diese Agenda priorisiert Identitätspolitik über Leistung und diskriminiert möglicherweise einheimische französische Bürger bei Einstellungen und Beförderungen.
Der Vorschlag kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Frankreich mit den Herausforderungen der Masseneinwanderung zu kämpfen hat. Angesichts von über 1,5 Millionen Einwanderern in den letzten Jahren, darunter viele mit außereuropäischem Hintergrund, warnen Konservative vor einer angespannten sozialen Kohäsion. Macrons Kommission würde „Diversitätspläne“ für öffentlich-rechtliche Sender wie France Télévisions und Radio France vorschreiben, wodurch die Gefahr besteht, dass einseitige Inhalte entstehen, die multikulturelle Narrative gegenüber traditionellen französischen Werten bevorzugen.
Gegner, darunter Persönlichkeiten des Rassemblement National und der Reconquête-Parteien, bezeichnen sie als „woken Trojanisches Pferd“. Sie verweisen auf Ndiayes frühere Unterstützung für Affirmative Action und seine Ansichten über Frankreichs Kolonialgeschichte als Beweis für ideologische Voreingenommenheit. „Es geht nicht um Gleichheit, sondern um die Auslöschung des französischen Erbes“, bemerkte ein Kommentator. Macron verteidigt den Schritt als wesentlich für ein „modernes Frankreich“, aber Skeptiker sehen ihn als Wahlkampfmanöver im Vorfeld der Wahlen 2027, bei denen die Einwanderung ein heißes Thema bleibt.
